Erstes Benefizkonzert von Paul Gulda und Freunden zum Gedenken an die 180 ermordeten jüdischen Zwangsarbeitern. Der Reinerlös der Veranstaltung kommt einem sogenannten Haus der Flüchtlinge in Rechnitz zugute, wodurch eine Brücke von der Vergangenheit zur Gegenwart geschlagen werden soll. Bildung einer Initiativgruppe, die sich den Aufgabenstellungen Gedenken an die Opfer der Naziherrschaft in Rechnitz sowie Errichtung eines Hauses der Flüchtlinge in Rechnitz - mittels Durchführung kultureller Benefizveranstaltungen - widmet; die Rechnitzer Flüchtlings- Und Gedenkinitiative Und Stiftung - RE.F.U.G.I.U.S (dieser Name ist nicht nur eine Abkürzung, sondern auch eine Anlehnung an das lateinische Wort "refugium" = Zufluchtsort) entsteht. Am 2. November 1991 wird ein Gedenkstein für die Opfer des Kreuzstadlmassakers vom März 1945 und für vier Rechnitzer Widerstandskämpfer im Schlosspark von Rechnitz enthüllt.

20. Mai 1991:
Klavierkonzert mit Paul Gulda und Lesung mit Peter Wagner im OHO als Start der Initiative; Erste Benefizveranstaltung für ein "Haus der Flüchtlinge" in Rechnitz.
5. Juli 1991:
Konzert mit Werken klassischer Komponisten mit Bezügen zu jüdischer Volks- und Sakralmusik (P. Gulda, E. Kovacic, V. Hagen, I. Haussmann, P. Hughes und M. Müller).
2. November 1991:
Gedenksteinenthüllung für die Opfer des Kreuzstadlmassakers vom März 1945 und vier Rechnitzer Widerstandskämpfer.
Das Rahmenprogramm steht unter dem Motto "70 Jahre Burgenland", weshalb die Vielfalt des Landes musikalisch in Erscheinung tritt
(Mitwirkende: Trachtenmusikkapelle und Volkstanzkreis Rechnitz, Roma-Tanz/Gesangsgruppe "Jagallo Rath", kroatische Tamburizza- und Folkloregruppe Güttenbach /Pinkovac, Gruppe "gojim" als Interpreten jüdischer Lieder, Tanzensemble "Ungaresca" aus Szombathely).