Samstag, 24. März 2007

nationalsozialismus und holocaust/ erinnern/ perspektiven österreichischer autorInnen

11.00 – 18.00 Uhr
Rathaussaal, Hauptplatz 9, Oberwart

Begrüßung
Paul Gulda (Verein RE.F.U.G.I.U.S.)
Gerhard Pongracz, Bürgermeister von Oberwart

Eine neue, zumeist nach 1945 geborene, AutorInnengeneration, schreibt über Krieg, Nationalsozialismus und Holocaust. Ihre literarischen Arbeiten aktualisieren die Erinnerung immer wieder - die Geschichte wird fortgeschrieben. "Wir sind geboren, uns zu erinnern. Nicht vergessen, sondern erinnern ist unsere Aufgabe` (Böll). "Die Vergangenheit bleibt allgegenwärtig. Über sie kann ich schreiben, selbst wenn ich meine literarischen Geschichten im Heute ansetze, denn alle um mich sprechen von der Shoah." (Rabinovici) Literatur begnügt sich nicht damit, darzustellen, wie und was gewesen ist! Weil sie die Vergangenheit nicht verstellt und die Vergangenheit durch die Geschichte nicht beschönigt? Weil sie oft von Auslassungen geprägt ist und dadurch deutlicher macht, was sich ereignete? Was bewegt AutorInnen, was wollen sie bewegen? Diese u.a. Fragestellungen werden mit AutorInnen der Gegenwart und Literaturwissenschaftern beleuchtet und diskutiert.

Robert Menasse
Schriftsteller
Einführende Worte

Klaus Amann
Literaturwissenschafter

Heimrad Bäckers Nachschrift

Elisabeth Reichart
Schriftstellerin

Alle Sätze in dieses Gestern können nur Brücken zu Inseln sein...
Vladimir Vertlib
Schriftsteller
Was ist der Weg?
Maja Haderlap
Dramaturgin und Lyrikerin
Über die Möglichkeit oder Unmöglichkeit des Erinnerns
Moderation: Walter Reiss

Gedenken

Sonntag, 25. März 2007
14.00 Uhr

Gedenkfeier
für alle Opfer des Südostwallbaus

Mahnmal Kreuzstadl Rechnitz

mit Paul Gulda (RE.F.U.G.I.U.S.)
Vertreter der katholischen und evangelischen Kirchen
Vertreter der Israelitischen Kultusgemeinde Wien
Vertreter der Israelitischen Kultusgemeinde Zalaegerszeg
Hauptredner: Robert Menasse
Oberkantor Shmuel Barzilai
Musik: Aljosha Biz